Obligatorisches Altersruhegeld wird mit Vollendung der Regelaltersgrenze gezahlt (§ 28 SSÄV). Für Mitglieder, die vor dem 1. Januar 1950 geboren wurden, gilt als Regelaltersgrenze das 65. Lebensjahr. Für Mitglieder, die ab dem 1. Januar 1950 geboren wurden, wird die Regelaltersgrenze für den Bezug von Altersruhegeld bis zum vollendeten 67. Lebensjahr um zwei Kalendermonate pro Geburtsjahr angehoben.
Anhebung der Regelaltersgrenze für ab dem 1. Januar 1950 geborene Mitglieder
| Jahrgang |
Anhebung in Kalendermonaten |
Regelaltersgrenze |
Jahrgang |
Anhebung in Kalendermonaten |
Regelaltersgrenze |
| 1950 |
2 |
65 Jahre und 2 Monate |
1956 |
14 |
66 Jahre und 2 Monate |
| 1951 |
4 |
65 Jahre und 4 Monate |
1957 |
16 |
66 Jahre und 4 Monate |
| 1952 |
6 |
65 Jahre und 6 Monate |
1958 |
18 |
66 Jahre und 6 Monate |
| 1953 |
8 |
65 Jahre und 8 Monate |
1959 |
20 |
66 Jahre und 8 Monate |
| 1954 |
10 |
65 Jahre und10 Monate |
1960 |
22 |
66 Jahre und 10 Monate |
| 1955 |
12 |
66 Jahre |
ab 1961 |
24 |
67 Jahre |
Dies gilt nicht für Mitglieder, die im Vertrauen auf die bisherige Rechtslage mit ihrem Arbeitgeber bis zum 31.12.2008 einen wirksamen Altersteilzeitvertrag nach dem Altersteilzeitgesetz abgeschlossen haben.
Beispiel
Das Geburtsdatum des Mitglieds ist der 3. März 1954. Die Regelaltersgrenze wird für den Jahrgang 1954 um 10 Monate angehoben. Am 3. Januar 2020 erreicht das Mitglied die Regelaltersgrenze. Der Bezug des obligatorischen Altersruhegeldes ist daher ab dem 1. Februar 2020 ohne Abzug möglich.